Triggerpunkttherapie

„To trigger“ bedeutet „auslösen“, gemeint ist hier die Auslösung einer Schmerzempfindung. Unter Trigger Points werden im Muskel- und Faszienbereich gelegene Punkte, sogenannte myofasziale Triggerpunkte verstanden, welche Schmerz in ein entfernt liegendes Gebiet übertragen können. Triggerpunkte können vereinfacht als „Schmerzpunkte“ bezeichnet werden. Häufigste Ursache für die Etablierung eines Triggerpunkts sind wahrscheinlich Schädigungen von Muskelfasern, verursacht durch akute oder chronische Überbelastung, Zerrungen, lokale Entzündungen sowie direkte offene oder stumpfe Traumata.

Philosophie/Entstehungsgeschichte

Warum kann ein so allgemein verbreitetes und ernsthaftes Problem von der modernen Medizin vernachlässigt werden? Ein Blick in die Literatur der Vergangenheit hilft, diese Frage zu beantworten. Die umfangreiche und verwirrende Literatur über Muskelschmerzsyndrome enthält viele Ausdrücke, die zum Beschreiben nur eines Teils der myofaszialen Triggerpunktbilder verwendet werden. Der Ausdruck „Triggerzone“ zum Beschreiben der Stelle, von welcher der Schmerz fortgeleitet wurde, wurde 1936 von Edeikin und Wolferth eingeführt. Janet G. Travell und ihre Mitarbeiter benutzten 1942 den Begriff „Triggerpunkt“.

Technik der Triggerpunkt-Therapie

Wenn man sich einem verspannten Muskelbündel mit einer völlig tief streichenden Massagetechnik („Stripping“) nähert, fühlt man am Trigger Point eine Schwellung oder ein Knötchen. Nachdem die Haut über den Muskeln eingeölt wird, werden die Daumen beider Hände oder die Finger an einem Ende des Muskels quer über die Muskelfasern angelegt und fest in das Gewebe gedrückt, wo sie längs über den Muskel zum Trigger Punkt hin gleiten. Das hat eine „melkende“ Wirkung, die die Gewebeflüssigkeit vor den Fingern her drückt und unmittelbar hinter ihnen eine weisse, abgeblasste Region zurück lässt. Bei ausreichenden Wiederholungen der Massage verschwindet die knötchenförmige Struktur, und die Daumen können dem Muskel entlanggleiten, ohne auf Widerstand zu treffen. Damit verschwinden auch die lokale Empfindlichkeit des Triggerpoints und die Übertragunsphänomene.

Wie kann die Triggerpunkttherapie eingesetzt werden

Der Schmerz äussert sich bei

  • Hervorrufen eines eingeschränkten Bewegungsausmasses
  • Lokaler Druckschmerzhaftigkeit (Tragen von Taschen)
  • Kopfschmerzen
  • Schulterschmerzen
  • Kreuzschmerzen

Nebenwirkungen/Vorsichtsmassnahmen

Bei der Triggerpunkttherapie sind keine Nebenwirkungen oder Vorsichtsmassnahmen bekannt.